Der TV Muri Handball blickt an seiner 48. Generalversammlung auf ein gelungenes Vereinsjahr zurück und blickt zuversichtlich in die Zukunft. Höhepunkt einer ruhigen GV war die Wahl des neuen Sportchefs in den Vereinsvorstand.

(sst) «Was haben die Schweizer Handball-Nationalmannschaft und der TV Muri Handball gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht allzu viel, bei genauerem Betrachten jedoch einiges». So leitete Präsident Christoph Allemann seinen Jahresbericht ein, in welchem er auf das vergangene Vereinsjahr zurückblickte. Zeitgleich mit der Generalversammlung des Vereins fand in Wien die Auslosung der Handball-Europameisterschaft 2020 statt. Erstmals seit der Heim-EM 2006 wird 2020 auch die Schweiz wieder einmal an einem Handball-Grossanlass vertreten sein. An der erhöhten medialen Präsenz des Handballsports merke man, dass mit der erfolgreichen Qualifikation der Nationalmannschaft in der Schweiz eine Art Handballfieber ausgebrochen sei, so Allemann in seiner Ansprache. Die Basis dieses Erfolgs sieht er in der erfolgreichen Nachwuchsarbeit der Vereine. Hier sieht er auch die Verbindung zum TV Muri, für welchen die Nachwuchsarbeit ebenfalls ein zentrales Element darstellt.

Erfreulicher Rückblick, Zuversichtlicher Ausblick

Bevor man an der 48. Generalversammlung zum eigentlichen Geschäft überging, rief Allemann die 68 Anwesenden zu einer Schweigeminute für den im April verstorbenen Martin Pauli auf. Pauli war von 2003 bis 2014 beim TV Muri und prägte den Verein in dieser Zeit nachhaltig. So entstand aus Paulis Engagement beispielsweise das Juniorenföderungskonzept, von welchem der Verein und seine Juniorinnen und Junioren bis heute profitieren. Dies unterstrich Allemann dann auch in seinem Jahresbericht, in welchem er darauf aufmerksam machte, dass in den letzten Jahren vermehrt junge Spielerinnen und Spieler in regionale Auswahlen aufgenommen wurden. Neben der Nachwuchsarbeit sei es für den Verein aber auch enorm wichtig, im Leistungsbereich ein Frauen- und Herrenteam zu haben, mit welchen sich der ganze Verein auf und neben dem Spielfeld identifizieren könne. Erfreut hielt Allemann fest, dass dies beim TV Muri sehr gut klappe. Mit dem Zugpferd der Herren-Nationalmannschaft vor den Augen wolle man das Handballfieber auch im eigenen Verein weiter steigern. Nach dem Jahresbericht des Präsidenten berichteten Carlo Femiano (Nachwuchs) und Felix Kleiner (Breitensport) aus ihren Ressorts und Christoph Allemann blickte in Abwesenheit des abtretenden Sportchefs Reinhard Sauer auf die Saison im Leistungssportbereich zurück. Dabei konnten die Verantwortlichen durchs Band mit erfreulichen Nachrichten aufwarten. So konnte im Nachwuchsbereich beispielsweise das Programm «Handball macht Schule» etabliert werden, in welchem der Verein den regionalen Schulen Handball-Schnupperlektionen während dem Turnunterricht anbietet. Ausserdem fanden die Teilnahme des U13 LK1 an der Aufstiegsrunde, der Ligaerhalt der U15 Spielgemeinschaft in der Interklasse und der Aufstieg der SG U17 in die Interklasse ihre Würdigung. Felix Kleiner konnte bei den Breitensportteams («Drü» und DoClubs) auf ein stabiles Jahr zurückblicken und hofft, dass die in den Aufstiegsspielen gesammelten Erfahrungen der Damenmannschaft bald zum Aufstieg in die 2. Liga verhelfen. Im Bereich des Leistungssports konnten die Mannschaften ihre Ziele ebenfalls erfüllen. So erreichte die erste Mannschaft trotz Verletzungspech die Finalrunde und hat ihr Potential dort immer wieder aufblitzen lassen. Der zweiten Mannschaft gelang nach dem Wiederaufstieg in die 2. Liga der souveräne Ligaerhalt und im neu gebildeten 4. Liga Gefäss konnten junge Spieler viel Spielzeit sammeln und sich handballerisch weiterentwickeln.

Wahl des neuen Sportchefs

Gegen Ende der Generalversammlung standen dann noch die Wahlen des Vorstands auf dem Programm. Zunächst listete Christoph Allemann dankend die wichtigsten Verdienste des abtretenden Sportchefs Reinhard Sauer auf und anschliessend wurde mit Paul Stöckli dessen Nachfolger unter Applaus zum neuen Sportchef gewählt. Ansonsten bleibt der Vorstand gleich besetzt wie bisher. Mit dem langjährig als Trainer engagierten Paul Stöckli hat der Verein einen neuen Sportchef gefunden, der längst mit dem Handballfieber infiziert wurde und somit bestens zur Vision des Vereins passt.

Bilder von der GV gibt es hier