Ranglistenmässig ist der TV Muri nach der Vorrunde im Soll. Spielerisch hat man noch Luft nach oben. Das Erreichen der Finalrunde gestaltet sich in dieser Saison schwieriger als in den Jahren zuvor. Warum das so ist, erklärt Sportchef Reinhard Sauer.

(ws) Auf einmal war sie wieder da, die Leichtigkeit der vergangenen Saison. Als der TV Muri vor zwei Wochen beim Derby gegen den HC Mutschellen nach 21 Minuten mit drei Toren hinten lag, schien sich eine Niederlage anzubahnen. Mit dem Eintritt von Elisas Hochstrasser kippte aber die Partie. Jetzt zelebrierte Muri sein gewohntes Tempospiel. Und wie. 25 Minuten später war die Entscheidung gefallen. Muri führte 25:17.

Genau diese Spielweise wendete Muri in der Vorrunde zu wenig an. Kommt dazu, dass die Klosterdörfler in Partien wie gegen Muotathal und Pilatus den Start total verpennten. Gegen die Luzerner holte man in der Endabrechnung wenigstens noch einen Punkt. Ein kleiner Trost, wenn man die Tabelle anschaut, wo Pilatus abgeschlagen als Letzter klassiert ist. Zu diesen Partien meint Sportchef Reinhard Sauer: „Das Spiel gegen Muotathal ging in die Hosen. Da waren wir chancenlos. Auch die Partie gegen Pilatus war ein geknorze."

Wir hatten fantastische und schlechte Spiele

Reinhard Sauer | Sportchef TV Muri

Rang zwei nach sieben Spielen

Dennoch ist Muri nach sieben Spielen im Soll. In dieser schwierigen Gruppe sind sie mit Rang zwei auf Finalrundenkurs. Die Freiämter wandern aber auf einem schmalen Grad. Zwei Punkte weniger und man wäre unter dem Strich klassiert. Phasenweise wusste man zu überzeugen. Dann fiel man wieder ins alte Muster zurück. Wie sind diese Schwankungen zu erklären? Dazu sagt Reinhard Sauer: „Wir hatten fantastische und schlechte Spiele. Für mich hat das mit der Einstellung zu tun. Die Jungs wähnten sich manchmal in einer falschen Sicherheit.“ Als Beispiel nannte er die Partie gegen Pilatus. Da sei man nur mit 80 Prozent in den Abschluss gegangen und man habe sich mit den eigenen Waffen geschlagen als man in einen Gegenstoss nach dem Andern lief.

Grundsätzlich ist Reinhard Sauer aber mit der Vorrunde zufrieden. „Wenn man die Rangliste betrachtet bin ich mit Rang zwei zufrieden. Es ist wie erwartet eine starke ausgeglichene Gruppe. Mit Berücksichtigung, dass man wichtige Spieler (David Wick, Tobias Kaufmann, Jonas Heusi) mit gravierenden Verletzungen hat, ist es für mich positiv zu beobachten, wie wir langsam in Fahrt kommen. Das Spiel gegen Mutschellen hat aufgezeigt, wie wir weiter auftreten wollen. Mit Tempo, wenn möglich über die gesamte Spielzeit.

„Mannschaftsübergreifend ein breites Leistungspotential“

Weiter sagt Sauer: „Was mir auch gut gefallen hat, ist, dass die Ersatzspieler ihre Rolle wahrnehmen und in die Lücke hineinspringen. Man hat gesehen, dass wir mannschaftsübergreifend ein breites Leistungspotential haben. Der erste Rang der zweiten Mannschaft (2. Liga) widerspiegelt diese Tatsache. Ich bin gespannt, wie es läuft, wenn im Januar alle wieder an Bord sind.“

Will Muri nicht ins Wanken kommen, ist für die restlichen sieben Spiele Konstanz gefragt. Und zwar auf einem hohen Level. Ein Leistungseinbruch liegt nicht drin, sonst sieht man sich im Januar in der Abstiegsrunde wieder. Auf eine Prognose für die Rückrunde angesprochen sagt Sauer: „Wir sind noch nirgends und brauchen noch einmal neun Punkte. Ich bin mir bewusst dass es hart wird, bin aber auch zuversichtlich dass wir es schaffen.

Am Willen soll es nicht liegen

Die Chance dazu, dies unter Beweis zu stellen, bekommen die Jungs von Claude Bruggmann morgen Samstag in Muotathal. Dazu der Sportchef: „Für uns gibt es nur noch Vier-Punkte-Spiele. In Muotathal werden wir sicher nicht mehr so überrannt wie beim Hinspiel. Die Leute sind ehrgeizig genug, diese Scharte auszuwetzen. Am Willen der Spieler liegt es nicht. Da bin ich mir hundertprozentig sicher.“

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03.11.2018 | 19:00 Uhr
KTV Muotathal - TV MURI
Muotathal Mehrzweckhalle
1. Liga