Gegen das Team der Qualifikation ist der TV Muri heute Abend Aussenseiter. Sie SG HV Olten, mit einem ehemaligen Murianer in ihren Reihen, will mit einem Sieg den Anschluss an die Westschweizer Topteams schaffen. Muri hingegen hat wenig zu verlieren. Ein Punktegewinn wäre eine Überraschung.

(ws) Der TV Muri Ausgabe 2019 ist nicht zu beneiden. Seit dem Beginn der Finalrunde läuft die junge Mannschaft auf dem Zahnfleisch. Wöchentlich ändert sich die personelle Situation. Kommt dazu, dass man in den ersten drei Partien der aktuellen Finalrunde drei happige Brocken vorgesetzt bekam. Dass die Ausgangslage schwierig sein würde, war zu befürchten. Nicht gerechnet hatte man aber im Vorfeld mit der Dominanz der Westschweizer Mannschaften. Nach drei Runden befinden sich CS Chenois Geneve Handball, West HBC aus Lausanne und die US Yverdon mit dem Punktemaximum an der Spitze. Einzig der HBC Nyon gab Punkte ab.

Eine Sache der Erfahrung und Klasse

Die Stärke von Chenois und West HBC bekam Muri bereits zu spüren. Obwohl man kämpferisch diesen Teams in nichts nachstand, fehlten die nötigen Automatismen und vor allem die Erfahrung, um mit diesen Mannschaften über 60 Minuten mitzuhalten. Spielmacher Jan Heusi wurde in diesen Partien sowie vor einer Woche in Muotathal schmerzlich vermisst. Wenn dazu noch sein Stellvertreter Yorick Kaufmann ausfällt, wird es noch schwieriger, auf diesem Niveau zu punkten. Durch die zahlreichen personellen Rochaden ist es für Trainer Claude Bruggmann enorm schwierig, die Mannschaft einzuspielen. Ein Defizit, welches sich auch auf das Selbstvertrauen auswirkt. Die Folge davon war in Muotathal zu sehen. Die Murianer Offensivkräfte trafen einige falsche Entscheidungen. Die tiefe Wurfquote von 37 Prozent unterstreicht diese These.

Nichts zu verlieren gegen ambitioniertes Olten

Den Murianern wird auch heute Abend beim Heimspiel gegen die Übermannschaft der Vorrunde nichts geschenkt. Zu Gast ist die SG HV Olten. Mit den Solothurnern machte Muri im Dezember eine unliebsame Bekanntschaft. Mit 18 Toren Differenz wurde man aus der Halle gefegt. Auch die Vorrundenpartie war eine einseitige Angelegenheit. Auf diese beiden Resultate bezogen, hat Muri nichts zu verlieren. Erst recht wenn man auf die Ambitionen beider Mannschaften vergleicht. Im Gegensatz zu Muri möchte Olten an der Spitze ein gewichtiges Wort mitreden. Ein weiterer Punkteverlust -aus drei Spielen resultierten drei Punkte- könnte dieses Unterfangen gefährden. Muri kann sich auf eine Mannschaft einstellen, die den Erfolg mit Tempohandball sucht. Ähnlich wie Muri, wenn der Zug ins Rollen kommt.

Ehemaliger Murianer als Gegner

In ihren Reihen haben sie mit Martin Burri einen ehemaligen Muri-Spieler aus den Zeiten von Zoltan Cordas. Bei der Abfuhr in Olten im Dezembe war er massgeblich, sprich mit acht Toren am Sieg beteiligt. Der erfolgreichste Shooter heisst aber Peter Jan. Seine 141 Tore sind ein starker Wert. Seine Kreise gilt es einzuengen. Gleichzeitig ist Muri-Trainer Claude Bruggmann gefordert, auf taktischer Ebene eine erfolgreiche Strategie zu entwickeln. Voraussetzung für einen möglichen Punktegewinn ist aber, dass man sich in den Startminuten nicht den Schneid abkaufen lässt.

Vorschau
 
Fr 08. Februar 2019 | 20:30 Uhr
TV MURI - SG HV Olten
Muri Bachmatten
1. Liga