Der TV Muri kann morgen mit einem Sieg beim Finalspiel in Yverdon den dritten Rang erobern. Daneben läuft die Planung für die neue Saison auf Hochtouren. Wichtige Personelle Entscheide sind bereits gefallen. Der Sportchef ist sogleich der Co-Trainer.

(ws) Für den neuen Sportchef des TV Muri, ist der Freiämter Handball-Verein kein Neuland. Im Gegenteil: Paul Stöckli, der auf die neue Saison hin Reinhard Sauer ablöst, weiss bestens Bescheid, wie der Hase läuft. Sei es als Trainer in der ersten und zweiten Mannschaft, als Co-Trainer bei Claude Bruggmanns erster Saison vor drei Jahren oder als Nachwuchstrainer; der Buttwiler hatte bei den Klosterdörflern schon viele Funktionen inne. „Ich hätte eigentlich nie gedacht, dass ich einmal eine solche Funktion übernehme. Als ich aber im vergangenen Herbst für dieses Amt angefragt wurde, schätzte ich zuerst den Aufwand ab, habe mich dann nach einer Bedenkzeit entschieden, zuzusagen“, sagt Stöckli. Seine erste Aufgabe war, einen Co-Trainer zu suchen. Denn Mimmo Di Simone wird laut Stöckli in Zukunft bei den Junioren tätig sein. Also setzte er sich mit Trainer Claude Bruggmann zusammen, um ein Profil dieser Person zu erstellen. Dabei sei schnell herausgekommen, dass Claude den Wunsch gehabt habe, mit ihm die Mannschaft zu trainieren.

Stöckli sagte zu und wird demzufolge in der kommenden Saison als Sportchef und als Co-Trainer amten. „Das ist eine spannende Mischung. Einerseits ist Claude als Haupttrainer mein Chef. Auf der anderen Seite bin ich als Sportchef sein Vorgesetzter“, freut er sich. Er sehe aber keinen Grund, dass dies nicht funktionieren solle.

Funkstille an der Transferfront

Stöckli kann eine erfolgreiche Mannschaft übernehmen. Dementsprechend will er am eingeschlagenen Weg festhalten. Geht es nach ihm, bilden auch in Zukunft Eigengewächse das Gross der Mannschaft. „Mein Ziel ist es, die Mannschaft zusammenzuhalten und allmählich mit Nachwuchsspielern zu verjüngen. Dazu laufen aktuell Gespräche. Der Plan sei es, diese fest ins Kader zu integrieren oder sie zumindest die Vorbereitung mit dem Fanionteam machen zulassen. An der Transferfront ist zurzeit Funkstille. Der einzige definitive Abgang zur Stunde ist Jonas Heusi. Laut Stöckli will man ihn mit eigenen Kräften ersetzen. Dabei denkt er an den grossgewachsenen Linkshänder Dominik Lang, den man in der Offensive forcieren möchte. Zu erwähnen ist auch, dass Jan Heusi nach einer sechsmonatigen Verletzungspause wieder zur Verfügung steht. Ein nicht unbedeutender Faktor.

Neuer Modus als Herausforderung

Eine Knacknuss ist für ihn der neue Modus. „Da nur noch zwei Mannschaften pro Gruppe die Finalrunde erreichen, der Rest spielt ab Januar um den Abstieg, ist das Ziel Finalrunde eine hohe Hürde. Realistisch ist eine Klassierung in den top vier, wie das in den letzten Jahren der Fall war. Damit, sollte man eigentlich in der Abstiegsrunde keine Probleme bekommen“, hofft der. Eine weitere Herausforderung ist ein geregelter Trainingsbetreib. Aufgrund Begebenheiten wie Beruf und Schule waren die Trainings in der laufenden Saison unregelmässig besucht. Wollen die Klosterdörfler einen weiteren Schritt nach vorne machen, ist eine gewisse Anzahl Trainings von Nöten. „Ich habe mir Prioritäten gesetzt. Schulische Abwesenheiten sollten sich bis im Sommer abschwächen. Danach müssen wir beim Trainingsbetrieb genügend Spieler haben. Sonst besteht die Gefahr, dass die Mannschaft stagniert“, so Stöckli.

YDas ist aber Zukunftsmusik. Bevor an die nächste Spielzeit gedacht werden kann, kommt es morgen Samstag in Yverdon zu einem kleinen Finalspiel. Mit einem Sieg kann Muri Rang drei von der Westschweizern erben. Gelänge das Husarenstück, wäre dies, die Krönung einer sonst schon starken Saison. Auf dem Papier gehörte man damit schweizweit zu den Top sechs der gesamten Liga.

Handball, 1. Liga, Finalrunde: US Yverdon - TV Muri
Samstag, 4. Mai, 19.30 Uhr, Léon Michaud, Yverdon