Der TV Muri ist am Boomen. Mit der Einführung einer Geschäftsstelle will man mit dieser Entwicklung schritthalten. Mit Linus Staubli konnte dafür ein alt bekannter gewonnen werden. Sportlich steht eine heikle Aufgabe beim Aufsteiger TV Dagmersellen an.

(ws) Der TV Muri hat sich in den vergangenen Jahren stetig nach oben entwickelt. Sportlich ist man im Soll. Die Finalrunde wurde jeweils mit der immer noch jungen Mannschaft problemlos erreicht. Nach einer kurzen Durststrecke ist man wieder die Nummer eins im Freiamt. Auch die zweite Mannschaft hat sich in der 2. Liga etabliert. Von dort sollen junge, hungrige Kräfte ins Fanion-Team nachstossen. Diese Strategie hat sich bewährt und führte dazu, dass man in den vergangenen Jahren nur vereinzelt Transfers machen musste. Dies soll auch in Zukunft so bleiben. Wirft man einen Blick in die Juniorenabteilung scheint dieser Strategie nichts im Wege zu stehen. In den kommenden Jahren folgen nicht nur anzahlmässig starke Jahrgänge. Die Nachwuchs-Leistungsmannschaften machen auch überregional eine gute Falle -ein Versprechen für die Zukunft.

Geschäftsstelle ab Mitte Oktober

Nun zieht der Verein nach. Im Frühling wurde auf Vorstandsebene die Einführung einer Geschäftsstelle im Teilzeitpensum beschlossen. Aus verschiedenen Bewerbungen hat man sich für den Fanionspieler Linus Staubli entschieden. „Für mich passt ein 30 Prozent-Pensum ideal in meine berufliche Situation. Neben meiner geschäftlichen Tätigkeit, kann ich mir die Zeit gut freischaufeln“, so der Jungunternehmer. Der gelernte Forstwart wird im Oktober die höhere Fachschule abschliessen. Mit der Gründung einer eigenen Firma für modernes Forstmanagement ist er weiterhin in seinem erlernten Beruf tätig.
Für den TV Muri ist der langjährige 1.Liga-Spieler eine Glücksfall. Staubli, der sich im Verein als Funktionär für die Halloween-Party einen Namen gemacht hat, weiss wie der Hase läuft. Geht er bei dieser Tätigkeit nur annähernd so entschlossen zur Sache wie auf dem Spielfeld, wird das Projekt zu einer Erfolgsgeschichte. Die Geschäftsstelle beinhaltet den gesamten Bereich des bisherigen Offices. Des Weiteren gehören die Organisation des gesamten Spielbetriebs, sowie die Materialverwaltung dazu. Dabei entlastet er Felix Kleiner. Im kommenden Jahr, wenn das neue Buchhaltungsprogramm aufgeschaltet wird, fällt dieser Teil ebenfalls in seine Kompetenz. Damit entlastet er Finanzchef Karim Dahinden. Der Start der Geschäftsstelle erfolgt Mitte Oktober.

Heimstarker Aufsteiger

Vorerst geht es für Staubli, neben dem Einarbeiten in seine neue Aufgabe, sportlich weiter. Beim Aufsteiger TV Dagmersellen will man den zweiten Saisonsieg einfahren. Ein Selbstläufer wird dieses Spiel gegen die punktelosen Luzerner aber nicht. Der Schein der beiden Niederlagen trügt. Die ersten Gegner waren keine Geringeren als die Absteiger Altdorf und Emmen. Mit beiden Teams vermochte man mitzuhalten. Kommt dazu, dass die heimische Chrüzmatt-Halle beim ersten Heimspiel nach dem Wideraufstieg wohl prall gefüllt sein wird. „Ich kenne die Mannschaft nicht. Wenn aber die Teamleistung stimmt, liegt ein Sieg in Reichweite“, so Staubli. Auf eine mögliche Finalrundenteilnahme angesprochen, sagt er: „Unsere Planung ist auf die Rückrunde ausgelegt. Dann müssen wir parat sein. Deshalb haben wir auch später als sonst mit der Vorbereitung begonnen. Drei bis vier Mannschaften sollten wir in der Herbstrunde hinter uns lassen. Gegen die Topteams zu bestehen, ist schwierig. In einem Spiel eine Überraschung zu schaffen, ist aber möglich.“

 

Vorschau
 
Sa, 21.09.2019 | 18:00 Uhr
TV Dagmersellen - TV MURI
Dagmersellen, Chrüzmatt
1. Liga