Morgen Samstag kommt es in der Bachmattenhalle zu einem Duell der Tabellennachbarn. Mit Dagmersellen hat Muri noch eine Rechnung zu begleichen. Stellt sich die Frage, wie die Klosterdörfler die Klatsche vom Kriens-Spiel verdaut haben. Carlo Femiano fällt für unbestimmte Zeit aus.

(ws) Mit diesem Rückschlag konnte nicht gerechnet werden. Im Gegenteil: Muri steigerte sich in den vergangenen Wochen von Spiel zu Spiel. Nichts deutete darauf hin, dass man in Kriens gegen das Tabellenschlusslicht leer ausgehen könnte -Personalsorgen hin oder her. Viel eher erhoffte man sich im Kampf um die Spitzenplätze noch ein Wörtchen mitzureden. Und dann dies. Es ist nicht die Niederlage als solches, die ärgert. Zu denken gibt einem die Art und Weise. Muri fand nie Zugriff zum Spiel. Als eine Reaktion ansatzweise kam, lag man zu weit hinten. Ärgerlich ist auch, dass man ausgerechnet vom punktelosen Schlusslicht dominiert wurde, wie noch nie in dieser Spielzeit. Carlo Femiano, der sich in den Anfangsminuten am Fussgelenk verletzte und zumindest die nächste Partie ausfällt, hat Mühe die Niederlage einzuordnen. „Meine Verletzung habe ich beim ersten Angriff geholt. So wie es aussieht sind es die Bänder. Danach ist das Spiel irgendwie an mir vorbei gelaufen. Ich war zu sehr mit mir beschäftigt.“ Er habe aber das Gefühl, dass man zwischendurch den Kopf verloren habe. Der Gegner habe gut gespielt aber davon profitiert, dass die Schiedsrichter ihre Härte hätten durchgehen lassen, ergänzt er.

Wenn das Kernstück nicht funktioniert

Die Partie hat aufgezeigt, wie wichtig eine funktionierende Abwehr für die Klosterdörfler ist. Trainer Claude Bruggmann hat im Vorfeld der Saison mehrmals darauf hingewiesen, dass dies für sein Team der Schlüssel zum Erfolg ist. Funktioniert dieser Mannschaftsteil nicht, leidet das gesamte Gefüge darunter. In Kriens wurde dies einem deutlich vor Augen geführt. Damit sind wir bei den Personalien. Sucht man nach Gründen für die Niederlage, kommt der Name Jerome Zucker ins Spiel. Zucker ist nicht nur ein treffsicherer Kreisläufer, er bildet auch das Rückgrat in der Abwehr. Gegen Altdorf vor drei Wochen vermochte man seine Abwesenheit noch zu kaschieren. In Kriens gelang dies nicht mehr.

Der Nummer zwei auf dieser Position, Fabian Burkart, fehlt schlicht weg noch die Erfahrung, um in die grossen Fussstapfen Zuckers zu treten. Auf dieser speziellen Position zählt Erfahrung doppelt. Demzufolge wäre es vermessen gewesen zu erwarten, dass er den Karren in Kriens, wo die meisten Akteure der Form hinterherliefen, aus dem Dreck ziehen würde. Vom Talent und vom Körperlichen her ist Burkart aber der Mann der Zukunft. Das hat der 19-Jährige schon des Öfteren bewiesen.

Muri droht Rang sechs

Morgen Samstag gastiert in Muri eine Mannschaft, die in Reichweite liegen sollte – auch ohne Carlo Femiano. Mit den Luzernern hat man noch eine Rechnung offen. Beim Hinspiel gab man in den Schlussminuten einen möglichen Sieg aus den Händen. Von der Mentalität her ähnelt Dagmersellen den Kriensern. Der Aufsteiger ist eine hochmotivierte Truppe, welche ebenfalls mit Tempo zu Werke geht.

Die Partie ist eine Begegnung zweier Tabellennachbarn. Verliert der TV Muri, wird er vom Gegner überholt. Ein Szenario, welches sich auf eine mögliche Gruppeneinteilung für die Abstiegsrunde negativ auswirken könnte. Werden gesetztenfalls Mannschaften von den Rängen drei bis fünf, Mannschaften einer anderen Gruppe von den Rängen sechs bis acht zugeteilt, ist es ein Vorteil, die Qualifikation in der oberen Tabellenhälfte abzuschliessen. „Wir bereiten uns jetzt seriös auf die Abstiegsrunde vor. Ich persönlich will nichts erzwingen und meine Verletzung ausheilen lassen“, sagt Femiano.

Vorschau
 
Sa, 09.11.2019 | 16:00 Uhr
TV MURI - TV Dagmersellen
Muri Bachmatten
1. Liga