Dass es für Muri in dieser starken Gruppe schwierig werden könnte, war zu erwarten. Die Gründe, weshalb man aus elf Spielen nur sieben Punkte holte, sind auch bei den Personalien zu suchen. Ein stetiges auf und ist die Folge. Die Moral scheint darunter nicht gelitten zu haben.

(ws) Der TV Muri schlägt sich mehr schlecht denn recht durch die Qualifikationsrunde. Seit dem Wechsel des Modus auf drei Achter-Gruppen waren die Klosterdörfler nie so weit unten in der Rangliste klassiert wie aktuell. Drei Siege, ein Unentschieden und sieben Niederlagen. Dies ergibt Rang sechs. Zuletzt gab es vier Niederlagen in Serie. Diese Zahlen sprechen zwar für sich, sind aber nicht die ganze Wahrheit.

Die Leistung und die Moral der Mannschaft ergeben ein weit positiveres Bild. Denn die Stimmung lassen sich die Freiämter nicht verderben. Dass die Moral intakt ist, bewies man in Olten. Ein früher Vier-Tore-Rückstand gegen den Tabellenführer wurde bis zur Pause in einen Vorsprung umgewandelt. Was danach folgte, war eine Murianer Mannschaft, die sich aufbäumte und zwischenzeitlich zur Höchstform auflief. Mit etwas mehr Cleverness und Kaltschnäuzigkeit hätte man zwei Punkte mit nach Hause genommen. Dass man dennoch rund 30 Sekunden vor Schluss durch einen Siebenmeter um wenigstens einen Punkt gebracht wurde, passt zur aktuellen Lage.

Siebenmeter-Fluch widerholt sich

Denn schon gegen Dagmersellen, vor wenigen Wochen, verlor man auf fast identische Weise. Auch in dieser Partie führte man vermeintlich vorentscheidend mit fünf Toren. Was dann folgte, war eine Kopie des Olten-Spiels. Muri verspielte auch hier innert wenigen Minuten den Vorsprung. Man traf zwar noch einmal zur Führung, kassierte aber ebenfalls Sekunden vor Schluss -diesmal waren es zwei- mittels Siebenmeter den Gnadenstoss.

Gründe für den schleppenden Saisonverlauf gibt es einige. An erster Stelle sind die Personalien. Einerseits ist das verletzungsbedingte Fehlen von Topskorer Carlo Femiano eine grosse Hypothek. Von elf Partien bestritt er nur deren sechs. Man muss kein Prophet sein, um zu erahnen, wo Muri mit den rund zehn Toren pro Spiel des Flügelspielers stehen könnte. Dazu kamen weitere gewichtige Absenzen von Leistungsträgern. Die Personalsorgen färben sich auch negativ auf die Konstanz der Leistungen ab. Das ist das zweite Problem der Murianer. Gegen Spitzenteams wie Olten, Emmen zu Hause, Altdorf und Muotathal kann man mithalten und holt auch einige Punkte. Dem gegenüber stehen die Pleiten gegen Dagmersellen und dem Tabellenschlusslicht Kriens. Konstanz sieht anders aus.

Moral ist intakt

Nichtsdestotrotz darf sich die Mannschaft nicht verrückt machen lassen. Dass man es nicht in die Finalrunde schafft, kommt aufgrund des Modus-Wechsels -es bestreiten sechs von acht Mannschaften die Abstiegsrunde- wenig überraschend. Wichtig ist, dass das Mannschaftsgefüge keinen Schaden erleidet und die Moral intakt bleibt. Diesbezüglich war Muri bis anhin trotz einigen Tiefschlägen stabil.

Eine gute Moral ist auch Morgen in Muotathal gefragt. Gegen die kämpferischen Schwyzer ist mit der richtigen Einstellung einiges möglich. Bewiesen hat man dies beim Hinspiel, wo Muri das Parkett als Sieger verlies. Auch damals spielte man ohne Femiano. Ob die Freiämter es schaffen, in der Höhle des Löwen, sprich bei den extrem heimstarken Schwyzern nachzudoppeln, hängt auch von der Deckung ab. Denn die Verteidigung ist das Prunkstück der Gäste. Kann Muri sich nicht darauf verlassen, wird es in dieser starken Gruppe schwierig zu gewinnen.

 

Vorschau
 
Sa, 30.11.2019 | 19:00 Uhr
KTV Muotathal - TV MURI
Muotathal MZH
1. Liga