Nach fünf Spielen in der laufenden Saison sind die Damen des TV Muri Handball die einzige Mannschaft ihrer Gruppe, die noch keinen Punkteverlust eingefahren hat.

Dabei wurde eine der wichtigsten Hürden vergangenen Samstag gemeistert: Der TV Muri gewann ein spannendes Derby gegen den HC Mutschellen schlussendlich klar mit 21:26. Die Murianerinnen sicherten sich damit die Tabellenführung.

Nachdem man dem HC Dietikon-Urdorf anfangs Saison die ersten zwei Punkte abnehmen konnte, wurden die Mutschellerinnen als grösste Konkurrenz der Murianer Gruppe gesehen. Tatsächlich zeigten sie sich stark, gewannen Spiele mit sehr hohen Tordifferenzen und führten deshalb auch die Rangliste lange Zeit an. Muri hatte den HCDU lediglich mit einem Tor geschlagen und war deshalb in den darauffolgenden Spielen immer darauf fokussiert, eine möglichst grosse Tordifferenz zu erzielen. Siege waren ohnehin Pflicht. Gegen den SG Zürisee 2 spielten die Damen im September 33:19 und gleich darauf folgte ein klarer Sieg gegen Lenzburg (14:40). Auch der Kantersieg gegen die zweite Mannschaft des HC Mutschellen im Oktober fiel sehr positiv aus mit einem beachtlichen Resultat von 44:8 für Muri.

Mutschellen musste, Muri wollte

Trotz diesen soliden Resultaten befanden sich die Murianerinnen im Direktvergleich noch immer hinter Mutschellen 1. Doch dann spielten die Tabellenführerinnen gegen den HC Dietikon-Urdorf und verloren die Partie mit 21:16. Sie steckten damit die erste Niederlage ein, was der TV Muri bis anhin als einziges Team der Gruppe nicht zugelassen hat. Dieser Punkteverlust des HC Mutschellen veränderte nichts an den Siegesambitionen, welche die Murianerinnen für das Derby mitbrachten. Doch die Ausgangslage war nun eine andere für dieses wichtige Spiel: Mutschellen musste gewinnen, Muri wollte gewinnen.

Derby: Spannender als nötig

Die Murianerinnen starteten gut in die Partie. Die Verteidigung stand kompakt und als Team konnte man die in einem hohen Tempo spielenden Gegnerinnen relativ gut in Schach halten. So übernahm der TV Muri schon bald eine kleine Führung. Diese konnte in der ersten Halbzeit zwischenzeitlich auf fünf Tore ausgebaut werden. Doch es schlichen sich Koordinationsschwierigkeiten in der Abwehr ein und auch der Angriff verlief immer wieder harzig. Der HC Mutschellen kam dadurch punktemässig wieder heran, so dass es zur Halbzeit nur noch 11:13 für Muri stand. Für die zweiten 30 Minuten des Spiels nahm man sich vor, gerade die Fehlpässe und Unkonzentriertheiten im Angriff auszuschalten und in der Verteidigung wieder besser zusammenzuarbeiten. Das Ziel der Murianerinnen war es, Bestleistung abzurufen, um so dem HC Mutschellen in diesem Derby keine Chance mehr zu lassen

«Es liegt jetzt alleine in unserer Hand, die Tabellenführung zu behalten»

Silvia Gsell | Trainerin TV Muri

Doch genauso wie man in der ersten Halbzeit nicht hatte wegziehen können, konnte die Tordifferenz in der zweiten Hälfte auch nicht weiter ausgebaut werden. Schlimmer noch, man verlor konstant an Boden, bis Muri in der 46 Minute sogar einen Treffer in Rückstand geriet. Es wurde zu einem Nervenspiel. Doch die Damen des TV Muri liessen sich nicht aus dem Konzept bringen. Fast als wäre dies der nötige Ansporn gewesen, drehte die Mannschaft erst richtig auf. Dankbar nahm man einen verschossenen Gegenstoss von Mutschellen an und drückte in den Schlussminuten nochmals aufs Tempo. In den letzten zehn Minuten waren die Kräfteverhältnisse klar: Muri spielte mit grösseren Kraftreserven und liess in der Verteidigung kaum noch etwas zu. Zudem spielte man konzentrierter und intelligenter und hatte entsprechend eine bessere Abschlussquote im Angriff. Allen voran spielten die Murianerinnen als Mannschaft vereint, nahmen Energie von jedem weiteren Treffer, der zum Sieg führte und hatten Spass am Handball und dass man doch noch in Richtung Bestleistung gefunden hatte. Das Schlussresultat war ein verdientes 21:26 für die Klosterdörflerinnen.

Nächste Spiele

Für die Damen aus Muri geht es bereits nächstes Wochenende weiter. Bis zur Weihnachtspause stehen noch vier Spiele an, wobei zwei davon zu Hause in der Bachmattenhalle angepfiffen werden. Am 18. November spielt Muri um 14 Uhr gegen die HSG Ehrendingen 1 und am 2. Dezember stehen die Murianerinnen gegen Handball Zurzibiet zu Hause auf dem Feld.