Die Damen des TV Muri haben die erste Saisonhälfte ungeschlagen beendet. Der Weg in die 2. Liga ist deshalb aber noch lange nicht geebnet. Die zweite Saisonhälfte steht mit grossen Herausforderungen an.

Neun Spiele. Neun Siege. 18 Punkte. Rang 1. So lautet die einfache Statistik der Murianerinnen nach der ersten Saisonhälfte. Der TV Muri ging als unbestrittener Tabellenführer ohne Punkteverlust in die Winterpause. Eigentlich ein Grund zur Freude, doch diese hielt sich beim Damen 1 in Grenzen. Zu einfach waren die Siege gegen die anderen Mannschaften gekommen. Zu wenig Herausforderung hatte das Team dieses halbe Jahr empfunden. Sogar das Derby gegen die am stärksten eingeschätzten Spielerinnen vom HC Mutschellen konnte klar mit fünf Toren Unterschied gewonnen werden. Und wenn es doch mal knapp wurde, so lag es daran, dass sich die Klosterdörflerinnen an das Niveau der Gegnerinnen angepasst hatten und nicht mehr das eigene Spiel auf das Feld brachten. Zum Schluss mussten die Damen im letzten Match der Saison auch noch einen herben Verlust einfahren. Liliane Hodel, Schlüsselspielerin im Rückraum der Mannschaft, musste mit einem gebrochenen Handgelenk vom Spielfeld direkt ins Spital gebracht werden. Sie fällt entsprechend in der Rückrunde fürs erste aus. Dies stellt eine zusätzliche Hürde zu dem dar, was Gruppen- und Modus-technisch auf die Mannschaft von Silvia Gsell und Dani Müller zukommt.

Neue Gruppe & Aufstiegsrunde

Die Rückrunde bestreitet der TV Muri in einer neuen Gruppe. Für die Aufstiegsrunde wurden der TV Muri und der HC Mutschellen als Erst- und Drittplatzierter der bestehenden Gruppe mit den Mannschaften Platz 1 bis 4 aus dem Raum Luzern eingeteilt. Neben Mutschellen, gegen die es also wieder zum Derby kommen wird, werden die Damen aus Muri auf folgende vier Mannschaften treffen: HC KTV Altdorf, TV Horw, SG Ruswil/Wolhusen 1 sowie HSG Mythen-Shooters. Letztere haben ihre erste Saisonhälfte ebenfalls ohne Punkteverlust absolviert und dies mit meist sehr klaren Resultaten. Horw konnte wie auch Mutschellen zweimal den Sieg nicht nach Hause bringen. Altdorf und Ruswil/Wolhusen sind mit je drei Verlusten gleichauf. Wie stark diese Gegnerinnen tatsächlich sind, kann nur vermutet werden. Es steht jedoch fest, dass die zweite Saisonhälfte in dieser Konstellation eine grössere Herausforderung wird für den TV Muri.

«Es wird nicht einfach. Aber wir wollen den Aufstieg unbedingt und werden alles dafür geben»

Silvia Gsell | Trainerin TV Muri Handball

Aufstieg wird eine Herausforderung

Die Murianer Damen freuen sich auf anspruchsvollere Spiele mit mehr Tempo, mehr Spieltechnik und mehr Kampfgeist seitens der Gegnerinnen. Es ist eine Chance, handball-technisch wieder einen Schritt weiterzukommen und sich für die 2. Liga zu rüsten. Die anspruchsvollere Gruppenkonstellation stellt zudem eine bessere Vorbereitung für eine allfällige Entscheidungsrunde im Kampf um den Aufstieg dar. Denn einen Direktaufsteiger in die 2. Liga wird es wohl auch dieses Jahr nicht geben. Die genauen Aufstiegsmodalitäten werden vom SHV gegen Ende März bekanntgegeben. Das Damenteam geht jedoch davon aus, dass es Ende April bis Anfang Mai zu Aufstiegsspielen kommen wird. An diesen war der TV Muri letztes Jahr gescheitert. Und das soll dieses Jahr nicht noch einmal geschehen. Doch neben all den Vorteilen, welche die Einteilung in eine schwierigere Gruppe für den Aufstiegskampf mit sich bringt, ist sie auch eine zusätzliche Hürde. Die Herausforderung besteht nun nämlich erst einmal darin, sich in dieser neuen Gruppe zu behaupten und sich einen Platz an der Tabellenspitze zu erkämpfen.

Erste Spiele

Den Klosterdörflerinnen steht also eine lange und anspruchsvolle zweite Saisonhälfte bevor. Glücklicherweise können Aurelia Tamburini (Rückkehr vom Auslandsemester) und Geraldine Müller (Rückkehr von Verletzung) das Kader der Murianerinnen in der Rückrunde wieder ergänzen. Der erste Match im 2019 wird am 12. Januar auswärts in Ruswil bestritten. Zu Hause spielen die Klosterdörflerinnen dann eine Woche später am 19. Januar. Um 18 Uhr, direkt nach dem Herren 1 Match, wird dann die Partie gegen die HSG Mythen-Shooters angepfiffen.

 

 

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Zitat für Website:

"Es wird nicht einfach. Aber wir wollen den Aufstieg unbedingt und werden alles dafür geben." Silvia Gsell, Trainerin TV Muri