Die Damen des TV Muri stehen Mitten in der Aufstiegsrunde. Noch ist alles möglich und das Aufstiegsziel in Reichweite. In den kommenden vier Wochen mit fünf Spielen gilt es zu zeigen, dass man der Aufgabe gewachsen ist. Der Einzug in die entscheidenden Aufstiegsspiele ist Pflicht.

Es lief alles wie am Schnürchen zum Auftakt der Rückrunde. Ohne Niederlage traten die Murianerinnen an und ohne Punkteverlust sollte es weitergehen. Im ersten Spiel im Januar konnte SG Ruswil/Wolhusen mit 15 Toren Differenz besiegt werden (17:33). Der TV Muri konnte im Anschluss auch den Mythen-Shooters die Stirn bieten, die ebenfalls ohne Verluste in die Rückrunde gestartet waren. In einem umkämpften und spannenden Spiel gewann Muri zu Hause mit 33:31. Und auch das einzige Februar-Spiel gegen Altdorf resultierte mit zwei Punkten für das Konto der Murianerinnen (21:24). Diese Erfolge waren eine Erleichterung für den TV Muri, denn man hatte nicht gewusst, wie sich die unregelmässige Anordnung der Spiele Anfang Jahr wie auch die Verletzung von Liliane Hodel im Rückraum bei der Mannschaft auswirken würde. Doch dann kam das Derby gegen den HC Mutschellen.

Erste Niederlage im dreizehnten Spiel

Das Duell der beiden Freiämter Mannschaften in der Bachmattenhalle Anfang März sollte zum Härtetest werden für die Damen des TV Muri. Im Abschlusstraining verletzte sich Torhüterin Claudia Kuhn am Fuss. Somit fiel sie und damit ein grosser Rückhalt der Murianer Abwehr für das Derby aus. Leider hat auch Goalie Nuala Frei seit einiger Zeit mit Verletzungen zu kämpfen. Trotzdem griff sie ihrer Mannschaft unter die Arme und stand 60 Minuten lang ins Tor. In der Torhütersituation kann aber der Grund für die erste Saison-Niederlage der Murianerinnen nicht gefunden werden. Trotz wochenlanger Schonzeit spielte Nuala ein solides Spiel. Vielmehr scheiterte die Mannschaft an sich selbst: An der mangelnden Konzentration, an einer miserablen Torverwertung und an einem fehlenden Tempospiel. Und so kam im dreizehnten Spiel die erste Niederlage für die Damen des TV Muri.

«Für uns beginnt jetzt die entscheidende Phase»

Silvia Gsell | Trainerin TV Muri Handball

Weckruf zum Endspurt

Dieser Punkteverlust war für die Murianerinnen ein Weckruf zum richtigen Zeitpunkt. Noch ist nicht zu viel Schaden angerichtet. Trotz der Niederlage gegen Mutschellen ist noch alles offen in der Aufstiegsrunde und das Mannschaftsziel in die 2. Liga aufzusteigen eine realistische Möglichkeit. Für die Klosterdörflerinnen geht es jetzt darum, sich auf dieses Ziel zu konzentrieren, nach vorne zu schauen und geschlossen als Team nochmals alles zu geben. Die erste Reaktion konnte bereits am vergangenen Samstag gezeigt werden: Die Murianer Damen gewannen zu Hause klar gegen Ruswil/Wolhusen mit 37:20.

Entscheidende Phase

Es stehen nun intensive Wochen mit fünf Meisterschaftsspielen bevor, die für den Einzug in die Aufstiegsspiele entscheidend sind. Am kommenden Sonntag treten die Murianerinnen gegen die Tabellenspitze HSG Mythen-Shooters an und ebenfalls auswärts findet am Mittwochabend das Spiel gegen Horw statt. Das Rückspiel gegen letztere Mannschaft findet direkt im Anschluss am Samstag, den 27. März in der Bachmattenhalle statt. Anpfiff dieser Heimpartie ist um 18 Uhr.