Nach der Niederlage gegen Mutschellen am vergangenen Samstag müssen die Damen des TV Muri ihre Saison unerwartet früh beenden. Mit einer enttäuschenden Leistung im letzten Spiel der Saison verbauten sich die Murianerinnen den Weg in die Aufstiegsspiele selbst.

Letzte Aufstiegshoffnungen

Minute 58, Spielstand 20:18 für Mutschellen: Eine Murianer Spielerin wird freigespielt und steht mit einer hundertprozentigen Chance in der Hand vor dem Mutscheller Tor. Doch auch dieser so wichtige Ball wird - wie zu oft bereits in diesem Spiel – schlecht geschossen und von der stark stehenden Torhüterin pariert. Im Gegenzug lanciert die Heimmannschaft einen Gegenstoss. Ihre Führung wird auf drei Tore ausgebaut. Und so weichen dann auch die letzten Hoffnungen des TV Muri, auf dem Mutschellen gleichzuziehen und sich für die Aufstiegsspiele zu qualifizieren.

Eine Frage der Form

Dank des besseren Torverhältnisses als Ausgangslage hätte ein Ausgleich der Mannschaft aus Muri genügt, um in die Aufstiegsspiele gegen Zofingen einzuziehen. Doch die Derbys gegen Mutschellen waren noch nie einfache Spiele. Es begegnen sich jeweils zwei Mannschaften, die sich bereits kennen, die auf einem gleichen Niveau Handball spielen können und diese Duelle unbedingt gewinnen wollen. Wer die Punkte aus diesen emotionsgeladenen Spielen jeweils mitnimmt, ist Tagesformabhängig. An diesem Nachmittag liefen die Murianerinnen leider zu keinem Zeitpunkt zu ihrer Bestform auf. Sinnbildlich für die gesamte Leistung können die ersten zehn Minuten genannt werden, wo die Gastmannschaft mit 1:6 oder mehr hätte in Führung liegen können. Man schaffte jedoch lediglich 3 Tore. Der Rest wurde verschossen oder abgewehrt. Die starke Verteidigung des TV Muri konnte die hohe Fehlerquote nicht kompensieren.

Zu wenig konsequent

Dass es überhaupt zu diesem entscheidenden Spiel kam, ist dem Verlauft der zweiten Saisonhälfte zuzuschreiben. Nachdem die Murianer Damen vor der Winterpause ohne Punkteverlust durchgekommen waren, schlichen sich in der Rückrunde Ungenauigkeiten und Fehler ein, die durch die stärkere Gruppenkonstellation bestraft wurden. So musste man schlussendlich drei Verluste einfahren: einmal gegen die HSG Mythen-Shooters, eine junge und dynamische Mannschaft, welche als Rangerste in die Aufstiegsspiele gehen wird, und zweimal gegen die Freiämter Gegnerinnen vom Mutschellen. Mit fehlender Konsequenz bestraften sich die Murianerinnen schlussendlich selbst.

Blick nach vorne

Dieses frühe Saisonende war so nicht geplant und bedeutet, dass das Mannschaftsziel zum zweiten Mal in Folge nicht erreicht wurde. Logischerweise hinterlässt dies einen bitteren Nachgeschmack, den die ganze Mannschaft zu verdauen hat. Es gilt nun aber, das Positive aus der Saison mitzunehmen, aus den Erfahrungen zu lernen und den Blick bereits jetzt auf die nächste Saison und die nächste Chance zu richten. Das Murianer Damenteam ist wieder ein Jahr mehr zusammengewachsen und hat ein Jahr mehr Erfahrungen zusammen gesammelt. Nach der Pause wird der TV Muri wieder angreifen: «one team, euse sieg».

Dank

Als Mannschaft möchten wir uns ganz herzlich bedanken bei Silvia Gsell und Dani Müller, für euer Engagement, eure Zeit und die grosse Unterstützung auf und neben dem Platz! Ein grosses Merci auch an unsere Fans, Zuschauerinnen und Zuschauer und an unseren Verein für die Unterstützung, welche wir von euch erhalten!