Für die MU17I der SG Wohlen/Muri ist fast jedes Spiel ein Finalspiel. Mit dem bisher individuell Erreichten des Teams kann man durchaus zufrieden sein, allerdings etwas mehr Wettkampfglück hätte man sich sicherlich auch gewünscht.

Gegen die HSG Suhr Aarau hat man sich wiederum einiges vorgenommen. Nicht zuletzt ist es auch das Kräftemessen zwischen dem Elite-Klub HSC Suhr Aarau und dem sich selber bezeichnenden Ausbildungungsverein der Freiämter. In dieser Partie trafen die Freiämter auf fünf Spieler, mit welchen Sie in der U13 und U15Inter noch zusammen gespielt haben. Also sicherlich eine eher besondere Ausgangslage für die noch jungen Spieler.

Torhüter prägen das Spiel

Der HSC Suhr Aarau erwischte den klar besseren Start und zog relativ schnell mit 8 Toren davon, wobei dabei auch die hervorragende Torhüterleistung von Aurel Baeriswyl massgeblich daran beteiligt gewesen ist. Erst nach der Einwechslung des Murianer Torhüters Ivo Rütimann setzte die Wende im Freiämter Spiel ein. Er stand von Beginn weg seinem Gegenüber in keiner Weise auch nur 1 Haaresbreite hinterher. Es entwickelte sich ein Annähern an den Gegner, was den HSC Suhr Aarau sichtlich verunsicherte - was auch das Pausenresultat von 15:11 wiederspiegelte.
Nach dem Seitenwechsel ging es im selben Stil weiter - aber nicht wie zu Beginn des Spiels sondern gegen Ende der ersten Halbzeit. Die SG Wohlen/Muri gab nie auf, setzte alles daran dran zu bleiben und überzeugte im zweiten Spielabschnitt mit einer besseren Trefferquote. Nach 34 Spielminuten stand es 15:14 - die Klosterdörfler witterten Morgenluft. Aber es sollte noch nicht ganz so sein. Aarau zog wieder auf 20:14 davon - zu spielen waren aber noch 20 Minuten. Jetzt schien die Luft von Suhr Aarau draussen zu sein und die SG Wohlen/Muri kam wieder zurück ins Spiel.

10 Minuten entscheiden

10 Minuten vor Schluss stand es 23:23 - wer hat jetzt wohl den längeren Atem? Wohl nicht mehr Atem aber das glücklichere Ende besiegelt der HSC Suhr Aarau mit dem Wurf 30 Sekunden vor Spielende. Das Resultat 28:27 für den Gegner.
Wieder keine Punkte - aber dafür die Erkenntnis, dass man in dieser Gruppe zu mehr fähig ist als das die Tabelle zeigt. Von 5 Spielen hat man zwei Mal mit einem Tor verloren und 2 Mal mit einem Tor gewonnen - es zeigt, dass die Tagesform und leider auch die Wurfquote entscheidend sein kann. Am kommenden Samstag spielt man gegen die SG Horgen/Wädenswil, welche das Hinspiel klar mit 33:18 gewann. Mit einer gleichen Leistung wie gegen HSC Suhr Aarau dürfte aber vor heimischem Publikum wesentlich mehr drin liegen. Das Team hat sich entwickelt und schlussendlich hat man noch 5 Partien Zeit - zudem ist das Rückspiel gegen Suhr Aarau dann im Hexenkessel von Muri. Muri kann sich sogar durchaus Chancen auf Platz 3 machen - schlussendlich wäre man aber sicher auch mit dem vierten Schlussrang in der Vorrunde zufrieden. Weiter so - ihr packt das!

Videozusammenschnitt zum Spiel