Handball kann auch müde machen - nicht nur die Spieler - auch wir Trainer haben am Ende eines Handballtages müde Augen..

Der letzte Samstag begann bereits um 09.00 Uhr. Mit Sohnemann Carlos Caforio ging’s vom Mutschellen nach Aarau, in der Schachenhalle. Dort traf man auf die Teamkollegen Meier, Rey und Stojanoski. Man spielte um 11.00 Uhr mit dem HSC Suhr Aarau (MU15E) gegen die SG Pilatus. Von dieser Partie, die leider mit 38:50 verloren ging, habe ich aber nur die Hälfte mitbekommen. Denn ich musste weiter.

Um 12.30 Uhr begann das „Spitzenspiel“ der MU17 Balsthal – SG Muri/Mutschellen in Balsthal, wo ich gemeinsam mit meinem Bruder als Coach aufgeboten war. Die eigentlichen Coaches des Teams konnten nicht (Schule, Arbeit), oder betreuten ein anderes Team. Und wie im Handball üblich, hilft man sich gegenseitig aus. Als Ziel wurde uns mitgegeben: 2 Punkte und die Qualifikation für die Aufstiegsspiele in die MU17 Interklasse. Dieses Spiel wurde knapp mit 27:25 gewonnen, auch dank der Unterstützung der MU15inter-Spieler, Egger, Ihle, Scheiwiller und Schmid.

Ab 14.00 Uhr ging‘s von Balsthal nach Muri, zur eigentlichen Partie, für die ich verantwortlich bin. Besammlung war um 15.00 Uhr. Die Spieler kamen aus allen Richtungen nach Muri. Iloski sogar direkt aus Basel.

Motiviert und frohen Mutes bereiteten wir uns auf die Partie vor. Den Gegner aus Winterthur kannten wir bereits. Als Ziel wurde eine konzentrierte Leistung ausgegeben. Man wollte den Gegner soweit kontrollieren, so dass wir all unsere Spieler einsetzen konnten – einer für alle, alle für einen.

Dieses Mal hatten wir keine Anlaufschwierigkeiten. Wir dominierten die Begegnung von Beginn weg. Die einfachen und erweiterten Gegenstösse sowie die Angriffsauslösungen funktionierten. Einzig die Ungeduld unserer Jungs und die damit verbundenen zu schnellen Abschlüsse oder Fehler verhinderte eine noch klarere Führung. Pausenstand: 21:10.

Den Beginn der zweiten Halbzeit haben wir verschlafen. Der Gegner konnte innerhalb weniger Angriffe vier Treffer aufholen. Das Team liess sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und stellte den alten Abstand nach und nach wieder her.

Das Highlight in der zweiten Halbzeit war ein „No-Look-Pass“ von Kostov auf Hafner, der diese Chance packte und ein schönes Tor warf.

Das Spiel haben wir klar gewonnen. Es war eine tolle Leistung gegen einen schlagbaren Gegner. Wir Coaches waren zufrieden. Die nächsten drei Partien werden wieder viel härter sein. So spielen bereits nächsten Samstag gegen den Tabellenersten aus Horgen/Wädenswil. Anspiel ist um 13.00 Uhr in der Halle Waldegg in Horgen.

Um 17.00 Uhr war der Handballtag vorbei. Und ich war geschafft.

MU15 Inter – Finalrunde – SG Wohlen/Muri - Erstes Rückrunden der Finalrunde, Sonntag, 16. März 2019; Halle Bachmatten, Muri
Resultat: SG Wohlen/Muri – SG Pfadi/Seen Tigers 38:26 (21:10)
Aufstellung: Caforio (Tor), Delchev, Egger, Hafner, Huber, Ihle, Iloski, Kostov, Pergega (Tor), Rey, Scheiwiller, Seeholzer, Schmid, Stojanoski / Coaches: Konecnik, Caforio

Cosimo Caforio
fürs Betreuerteam MU15I SG Wohlen/Muri