, Simon Strebel

Murianer Kollektiv empfängt Aarauer Talentschmiede

Vorschau 1. Liga, Gruppe 2: Handball TV Muri – SG HSC Suhr Aarau II, Samstag, 25. Oktober, 16:00 Uhr, Muri Bachmatten

Nach einem eindrücklichen Ausrufezeichen beim zuvor ungeschlagenen KTV Muotathal wartet mit der SG HSC Suhr Aarau II die nächste Herausforderung auf den TV Muri. Zurück vor Heimpublikum empfangen die Klosterdörfler die Perspektivspieler des Nationalliga-A-Vereins zu einem Duell zweier gegensätzlicher Spielstile.
 
Der nächste Gegner des Handball TV Muri ist das Perspektivteam des NLA-Vereins HSC Suhr Aarau. Wie aus der letzten Saison bereits bekannt, tritt das Team mit zahlreichen jungen Talenten an, die auf 1. Liga Niveau individuell gefördert und weiterentwickelt werden sollen. Unter ihnen dürfte mit Colin Müller, der in der vergangenen Saison noch im Murianer Dress spielte, auch ein bekanntes Gesicht in die Bachmattenhalle zurückkehren. Die Ausgangslage verspricht ein interessantes Duell zweier unterschiedlicher Philosophien – auf der einen Seite die individuelle Förderung bei Suhr Aarau, auf der anderen Seite der TV Muri, der mit dem neuen Spielsystem als Kollektiv agieren und die individuellen Stärken gezielt nutzen will, um als Team den bestmöglichen Handball zu spielen.
 
Defensive Stabilität als Grundlage
Dass die starke Defensive ein zentraler Schlüssel des guten Murianer Saisonstarts ist, bestätigte sich beim Sieg am letzten Samstag im Muotathal erneut. Das Spielsystem, welches unter dem neuen Trainer Björn Navarin etabliert wurde, wurde von den Feldspielern in den vergangenen Wochen mehrfach als Grund für die Stabilität im Murianer Spiel genannt. Torhüter Ursin Schleiss sieht darin auch Vorteile für die Murianer Schlussmänner: «Natürlich wirkt sich ein neues System auch auf uns Torhüter aus. Ganz simpel: Wenn die Verteidigung gut steht, wird unsere Aufgabe automatisch einfacher.» Ein weiterer wichtiger Faktor ist auch die Zusammenarbeit mit dem neuen Torwarttrainer Michael Schoch. «Die Zusammenarbeit mit Michi funktioniert super. Er sieht nicht nur die offensichtlichen Dinge, sondern auch kleine Details, die man selbst oft gar nicht merkt. Er passt die Trainings gezielt an und gibt uns wertvolle Inputs, egal ob im Training oder während des Spiels. Davon profitiere ich sehr. Meiner Meinung nach hat sich dadurch vor allem mein Stellungsspiel verbessert» führt Schleiss aus.
 
Vielseitigkeit dank klarer Struktur
Neben der Defensive überzeugte Muri zudem dadurch, dass immer wieder andere Spieler Verantwortung übernahmen und die Partien in entscheidenden Situationen an sich reissen konnten. Im Muotathal war dies zuletzt Rückraumspieler Janis Furter, der dies als neue Stärke seines Teams sieht: «Was uns als Team momentan besonders auszeichnet, ist unser Zusammenhalt und die Bereitschaft, füreinander zu arbeiten. Im Vergleich zur letzten Saison ist die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt, was uns ausgeglichener und schwerer auszurechnen macht. Jeder übernimmt seinen Teil – ob in der Abwehr oder im Angriff.» Ein Puzzlestück davon ist Furter selbst, der im Rückraum flexibel eingesetzt werden kann. Angesprochen auf die Herausforderung, welche diese Flexibilität mit sich bringt, erklärt er: «Ich denke, dass die Flexibilität grundsätzlich ein Vorteil ist, auch wenn es manchmal bedeutet, dass ich mich schnell auf unterschiedliche Rollen einstellen muss. Durch das neue Spielsystem haben wir aber klare Strukturen, was die Abstimmung untereinander deutlich vereinfacht. So kann ich mich besser darauf konzentrieren, was in der jeweiligen Situation gebraucht wird.»
 
Diese Strukturen dürften auch gegen Suhr Aarau II wieder von zentraler Bedeutung sein. Furter erwartet ein intensives Spiel: «Ich erwarte ein schnelles und dynamisches Spiel. Sie haben viele junge, gut ausgebildete Spieler, die sich zeigen wollen und viel Tempo machen.» Die Zuschauer dürfen sich also auf ein temporeiches und spannendes Handballspiel freuen, in dem Muri seine Formstärke erneut unter Beweis stellen und sich mit zwei weiteren Punkten an der Tabellenspitze halten will.