, Simon Strebel
Muri will zurück auf die Siegerstrasse
Nach einem spielfreien Wochenende empfängt der Handball TV Muri am Samstagabend mit der SG TSV Frick einen altbekannten Gegner und den nächsten harten Prüfstein. Die Fricktaler reisen mit Rückenwind ins Freiamt, während Muri auf Wiedergutmachung aus ist.
Die Duelle zwischen Frick und Muri waren in der vergangenen Saison nichts für schwache Nerven. Jeweils mit einem Tor Vorsprung setzte sich der Gastgeber durch. Aufgrund der bisherigen Resultate deutet auch an diesem Wochenende alles auf ein enges Spiel hin, in dem Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage entscheiden. Nachdem Muri gegen Suhr Aarau zuletzt einen Dämpfer erlitt, sagt Rückraumspieler Noel Angehrn klar: «Wir müssen anerkennen, dass im Spiel gegen Suhr Aarau die entscheidenden 10% gefehlt haben. Diese brauchen wir morgen dringend zurück!» Das klare Ziel sei, die Intensität und Konsequenz wiederzufinden, die Muri bisher so stark gemacht haben. Trotz der ersten Heimniederlage bleibt die Stimmung im Team zuversichtlich. Angehrn betont: «Bis jetzt haben wir immer Spiel für Spiel genommen und das ändert sich auch mit dieser Niederlage nicht. Natürlich trägt man das letzte Spiel noch im Kopf, aber wir müssen es als Lehre mitnehmen und einfach weitermachen. Sobald wir das Spiel analysiert haben, ist es keine Belastung mehr für uns.» Damit spricht der Rückraumspieler eine positive Entwicklung an: Das Team hat in dieser Saison gelernt, Rückschläge rasch zu verarbeiten und den Fokus umgehend auf die nächste Aufgabe zu richten. Auch Flügelspieler Elia Galizia, gemeinsam mit Angehrn einer der treffsichersten Murianer in dieser Saison, bestätigt diesen Prozess: «Ich denke, das ist ein zentraler Punkt, den wir gelernt haben und der sehr gut funktioniert. Egal ob Sieg oder Niederlage, gibt es am Montag jeweils eine Spielanalyse, in der die positiven Dinge aber auch die Fehler klar und direkt angesprochen werden. Damit haken wir das letzte Spiel ab und legen den Fokus dann auf die neuen Ziele bzw. das nächste Spiel und bereiten uns im Training darauf vor.»
Zuversicht dank guter Stimmung
Während Angehrn im Rückraum als Taktgeber und Vollstrecker glänzt, überzeugt Galizia mit seiner Effizienz auf der Flügelposition. Als Flügel weiss er um die Abhängigkeit seines Spiels vom Auftritt des gesamten Teams: «Das ist etwas, was man als Flügelspieler schon früh lernt und akzeptiert. Es gibt Spiele, da ist man mehr involviert und bekommt mehr Chancen und in anderen Spielen dann weniger. Das gilt sowohl für den Positionsangriff als auch für Gegenstösse. Wichtig ist, dass man immer voll bei der Sache ist und eine Chance dann auch wahrnimmt, wenn sich eine bietet.» Frick wird Muri in beiden Bereichen – Defensive und Tempospiel – fordern und reist als aktueller Tabellendritter ins Freiamt. Die Gäste sind mit fünf Siegen aus sieben Spielen hervorragend in die Saison gestartet und haben mit dem jüngsten 33:28-Heimerfolg über Dagmersellen weiter Selbstvertrauen getankt. Umso wichtiger wird es für Muri sein, das etablierte Spielsystem und das «Feuer», wie es Noel Angehrn nennt, wieder auf die Platte zu bringen: «Es wird sicher ein umkämpftes Spiel. Wir brauchen das Feuer und die Systemtreue zurück.»
Galizia blickt der Partie mit Respekt, aber auch mit Zuversicht entgegen: «Ich denke, wir haben alle diese beiden knappen Spiele aus der letzten Saison noch im Kopf. Jeder weiss, was individuell funktioniert hat und was nicht. Auf der anderen Seite kennen sie uns genauso gut wie wir sie. Geheimnisse gibt es also keine. Ich denke, mit einer guten und seriösen Vorbereitung in dieser Trainingswoche können wir den Grundstein für ein erfolgreiches Spiel legen.» Auf die Frage, worin er die grösste Stärke seines Teams sieht, antwortet Galizia: «Aus meiner Sicht sind mehr Emotionen und mehr Teamgeist in unserem Spiel. Gute Aktionen werden jeweils vom ganzen Team bejubelt. Die Rolle der Stimmungsmacher haben einige Spieler gut eingenommen und geben der ganzen Mannschaft so viel Energie, die uns zum Sieg tragen kann.»
Das Feuer und die Energie wird Muri am Samstagabend brauchen, um Frick zu bezwingen. Die Erinnerungen an das letzte Heimspiel gegen die Fricktaler sind positiv und mit der Unterstützung der heimischen Fans will Muri zum Siegen zurückkehren.