, Simon Strebel

Muri will den Schwung mitnehmen

Vorschau 1. Liga, Gruppe 2: STV Willisau – Handball TV Muri, Samstag, 15. November, 17:00 Uhr, Willisau Hallenbad

Am Samstagabend gastiert der Handball TV Muri beim STV Willisau. Beide Teams erlebten zuletzt ähnliche Spielverläufe – mit unterschiedlichem Ausgang: Muri will den Schwung aus dem Heimsieg gegen Frick mitnehmen, während sich Willisau vor Heimpublikum für einen verspielten Vorsprung rehabilitieren will.
 
Flügelspieler Daniel Lang zögert nicht lange, um die Frage zu beantworten, was gegen Willisau besser werden muss als am vergangenen Wochenende: «Gegen Frick haben wir den Start verschlafen und dann die gesamte erste Halbzeit keine Lösungen gefunden», erinnert er sich. «Mit den Inputs aus der Halbzeitansprache konnten wir im Angriff mit mehr Überzeugung den erwünschten Druck kreieren. Zusammen mit der Umstellung der Abwehr und einem starken Ursin im Tor kamen wir so schnell zum Ausgleich und konnten den Druck die gesamte zweite Hälfte aufrechterhalten. Darauf müssen wir aufbauen.» Die markante Leistungssteigerung nach der Pause war ein starkes Zeichen und soll nun die Basis für das Auswärtsspiel in Willisau bilden.
 
Die morgigen Gastgeber erlebten am vergangenen Wochenende derweil das Gegenteil: Nach einer 10:14-Pausenführung verlor der STV Willisau in Dagmersellen noch mit 27:26. Eine bittere Niederlage, für die sich das Team morgen vor heimischem Publikum rehabilitieren will. Dass die anstehende Partie kein Selbstläufer wird, ist allen klar. «Gegen Willisau wird es wichtig sein, dass wir von Anfang an bereit sind und nicht erneut den Start verschlafen», betont Lang. «Wenn wir dort weitermachen, wo wir gegen Frick aufgehört haben, sehe ich gute Chancen, dass wir auch morgen punkten können.» Ein Schlüssel dazu dürfte erneut die Abwehrarbeit sein. Torhüter Ivo Rütimann sieht dort noch Luft nach oben: «Wie in der ersten Halbzeit gegen Frick hatten wir zuletzt immer wieder Phasen, wo unsere Defensive nicht wirklich funktioniert hat. Wir müssen an den Punkt kommen, dass wir auch in der Abwehr über 60 Minuten eine konstant gute Leistung abliefern können. Wenn das gelingt, können wir Torhüter dem Team mit Paraden zusätzliche Sicherheit geben, wie wir am Samstag in Halbzeit zwei gesehen haben.»
 
Morgen in Willisau erwartet Rütimann ein intensives Spiel: «Willisau wird nach der Niederlage in Dagmersellen sicher alles daran setzen, zu Hause eine Reaktion zu zeigen. Wir müssen deshalb von Anfang an mit voller Konzentration bei der Sache sein und müssen verhindern, dass sie in einen Lauf kommen.» Dass die Willisauer für ihre Heimstärke und stimmungsvolle Atmosphäre bekannt sind ist für Muri kein Hindernis, sondern eine Gelegenheit, sich als geschlossene Einheit zu präsentieren. «Den Schwung aus der zweiten Hälfte gegen Frick haben wir in die Trainingswoche mitgenommen und wollen auch in Willisau so ins Spiel starten», sagt Lang. «Die Fehler aus dem letzten Spiel haben wir analysiert und wollen diese morgen verhindern.»
 
Auf die eigenen Aufgaben fokussieren
Mit einem weiteren Sieg will sich Muri im oberen Tabellendrittel festsetzen. Hinter Leader Siggenthal/Baden-Endingen (12 Punkte) bilden vier Teams (darunter Muri) mit je 10 Punkten ein enges Verfolgerfeld. Anstatt zu rechnen, bleibt der Fokus bei den Klosterdörflern jedoch auf das Hier und Jetzt gerichtet: «Wir wollen unseren Platz im vordersten Tabellendrittel festigen, wobei die morgige Partie natürlich wegweisend sein wird», sagt Lang. «Wir haben aber auch gesehen, dass es in der Liga immer wieder Überraschungen gibt. Deshalb wollen wir gar nicht zu fest auf die Tabelle schauen und Spiel für Spiel nehmen. Schliesslich ist die Saison noch lange und ich erwarte einen spannenden Kampf um die vordersten Plätze.» Rütimann ergänzt mit Blick auf seine Mannschaft: «Entscheidend ist, dass wir unser Spiel durchziehen und uns auf das konzentrieren, was wir beeinflussen können. Das heisst: Kompakt in der Abwehr, mit Überzeugung im Angriff und uns selbst keinen unnötigen Druck auferlegen, indem wir auf die Tabelle schauen.»
 
Willisau will sich rehabilitieren und Muri seinen Spitzenplatz in der Tabelle festigen – die Ausgangslage verspricht Spannung. Wenn Muri gelingt, seine defensive Stabilität mit dem offensiven Schwung aus dem Frick-Spiel zu kombinieren, darf man sich bei den Freiämtern berechtigte Hoffnungen machen, dass in Willisau der nächste Sieg möglich ist.