Nach einem missglückten Auftritt in Frick beim Cupspiel, zeigte der TV Muri beim Meisterschaftsstart gegen Kriens eine starke Reaktion. Mitten drin der Torschütze vom Dienst, Carlo Femiano. Gegen Dagmersellen, morgen Samstag, erwartet er eine enge Kiste.

Es war ein harziger Start des TV Muri nach der langen Corona-Pause. Zwar spielten die Freiämter vor knapp zwei Wochen beim Cup-Spiel in Frick eine ansprechende erste Halbzeit. Danach riss aber der Faden und Muri agierte ideenlos. Was zu denken gab, dass die Mannschaft kaum zu einer Reaktion fähig war. Ein Novum der sonst so kampfstarken Murianer. Gegen Kriens, eine Wochen später beim Meisterschaftsstart, stimmte zwar die Einstellung wieder, dennoch lief man vor der Pause ständig einem Rückstand hinterher. „Kriens spielte in der ersten Halbzeit auf dem Maximum. Wir hatten Mühe in der Abwehr, liessen uns deswegen aber nicht aus der Ruhe bringen“, sagt Topskorer Carlo Femiano rückblickend.

Reaktion nach Pausenrückstand

In der Tat zeigten die Einheimischen nach dem Pausentee eine starke Leistung. Jetzt stand man in der Deckung wieder felsenfest. Auch im Angriff fand man zu alter Stärke zurück. Unter der Regie von Jan Heusi und dem nimmermüden Carlo Femiano verwandelte man einen zwischenzeitlichen Drei-Tore-Rückstand in einen Vier-Tore-Sieg. „Das war ein intensives, faires Spiel. Dennoch ging es hart zur Sache“, zieht Femiano Bilanz.

Carlo Femiano, der noch in Frick erstaunlich wenig zur Geltung kam, erzielte 16 Treffer -sechs davon mittels Siebenmeter. Für ihn ist die Situation in dieser ausgeglichenen Gruppe nicht einfach. Weiss man doch bei den Gegnern, dass er an einem guten Tag ein Spiel allein entscheiden kann. Dementsprechend versucht man ihn mit allen Mitteln zu neutralisieren. Der Schreiner kann damit gut umgehen. Seine beeindruckende Torquote lügt nicht. Seit Jahren gehört er schweizweit zu den besten Shootern der gesamten ersten Liga. „Gegen Frick ist das Spiel teilweise an mir vorbei gelaufen. Am Sonntag war es eine solide Leistung. Ich hatte aber noch einige Fehlschüsse zu viel“, so Femiano. Die 16 Tore müsse man relativieren. Es seien einige Siebenmeter darunter gewesen. Klar müsse man diese auch zuerst verwerten, fügt er an.

„Es geht auch ohne mich“

Dass die Gegner ihre Abwehrtaktik meist auf ihn ausgerichtet haben, vermag ihn nicht sonderlich zu beeindrucken. „Dadurch erhalten die anderen Mitspieler, die auch Qualität haben, mehr Raum. Kommt dazu, dass die Mannschaft letzte Saison, als ich verletzt war, in einigen Spielen bewiesen hat, dass sie auch ohne mich gegen starke Gegner bestehen kann. Da hat man gesehen, dass auch andere Verantwortung übernehmen können“, so die Flügelrakete. Wichtig sei, dass man einfach und schnell agiere und seine Stärken bei der zweiten Welle ausspiele.

Die Partie von Dagmersellen in Emmen sah Femiano live. „Ich erwarte ein typisches Tagesform-Spiel. Dagmersellen ist eine unbequeme Mannschaft mit einem überragenden Torwart und starken Flügelspielern. Gleichzeitig haben sie eine solide Deckung. Sie werden versuchen, das Tempo zu verschleppen, was uns nicht sonderlich liegt.“ Bei der Klatsche gegen Emmen hätten sie einen schlechten Tag eingezogen. Gegen uns seinen sie auf Widergutmachung aus, warnt Femiano.

Vorschau
 
Sa, 12.09.2020 | 18:00 Uhr
TV Dagmersellen - TV MURI

Dagmersellen Chrüzmatt
1. Liga

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