Nach vier Runden führt der TV Muri überraschend die Tabelle an. Mit einem Sieg am Sonntag gegen den KTV Muotathal könnte man sich vor einigen anstehenden Duellen gegen Spitzenteams in eine gute Position bringen. Eine wichtige Rolle spielt dabei der erstarkte Torhüter Ursin Schleiss.

Dass der TV Muri nach vier Runden mit dem Punktemaximum die Tabelle anführt, ist nicht mehr und nicht weniger als eine Momentaufnahme. Die Herbstrunde ist noch jung und es stehen noch einige hochkarätige Gegner an. In dieser ausgeglichenen Gruppe kann das Pendel schnell auf die andere Seite schlagen. Fakt ist aber, die Auftritte des TV Muri machen Lust auf mehr. Jeder Sieg stärkt das Selbstvertrauen. Ein absolutes Highlight könnte ein möglicher Spitzenkampf am 10. Oktober in Altdorf werden. Vorausgesetzt Muri erhöht übermorgen gegen Muotathal sein Punktekonto. Keine leichte Aufgabe. Das sieht auch Torhüter Ursin Schleiss so: „Muotathal ist unberechenbar. Wenn es dieser Mannschaft läuft, schiesst jeder von ihnen Tore. Das macht es schwierig“. Er sei aber überzeugt davon, wenn Muri seine Stärken in der Abwehr und im Angriff ausspiele, dass man dann gewinnen werde.

Seit Wochen in Topform

Hoffentlich nicht nur eine Momentaufnahme ist die aktuelle Verfassung von Ursin Schleiss. Seit Wochen, genauer in den vergangenen drei Partien, liefert er Topleistungen ab. Überdurchschnittlich war der Auftritt vor Wochenfrist gegen Dagmersellen. 23 Paraden, zwei abgewehrte Siebenmeter, 57 Prozent gehaltene Bälle standen in seiner Statistik. Berücksichtigt man die Tatsache, dass Werte über 50 Prozent nur selten erreicht werden, ist die Leistung gegen die Luzerner nicht hoch genug einzuschätzen. Der 28-Jährige Keeper relativiert: „Es war ein Mix von einer guten Leistung von mir und einer schlechten Wurfqualität des Gegners. Ich konnte dabei von einer starken Verteidigung profitieren, welche die Angreifer in schlechte Wurfposition verleiteten. Viele Schüsse, die ich halten musste, waren dadurch unpräzise.“

Gestärktes Selbstvertrauen

Von aussen betrachtet, hat man das Gefühl, dass Schleiss seit Saisonbeginn einen Schritt nach vorne gemacht hat. Der lernende Informatiker relativiert: „Ich sehe es nicht unbedingt so. Solche Leistungen konnte ich schon vorher abrufen. Es war aber tagesformabhängig. Wenn es einen Unterschied gibt, ist es, dass ich konstanter, vor allem aber ruhiger und weniger hektisch geworden bin. Dazu haben mir die Spiele in Dagmersellen und gegen Emmen das Selbstvertrauen gestärkt.“ Schleiss profitiert aber auch von einer starken Vordermannschaft. Die Abwehr der Klosterdörfler ist an einem guten Tag das Mass aller Dinge in dieser Gruppe. Trotz einigen personellen Wechseln findet man immer wieder Lösungen, um die Gegner beim Abschluss zumindest zu stören oder in schlechte Wurfpositionen zu bringen.

„Spielzeit als Torhüter Nummer eins durchspielen“

Seit der U11 steht Schleiss beim TV Muri im Tor. Seit 2014, als Paul Stöckli die Mannschaft übernahm, gehört er zum Kader der ersten Mannschaft. Der Murianer hat Lust auf mehr und hofft auf eine rosige Zukunft. Dazu sagt er: „Ich hoffe dass ich noch einige Saisons spielen werde. Ich bin hoch motiviert. Mein persönliches Ziel ist es, eine ganze Spielzeit als Torhüter Nummer eins durchzuspielen.“

Vorschau
 
So, 04.10.2020 | 16:0 Uhr
TV MURI - KTV Muotathal
Muri Bachmatten
1. Liga