Wie stark ist das Leistungsvermögen des TV Muri wirklich. Eine erste schlüssige Antwort bekommt man morgen Samstag in Altdorf. Das Urner Spitzenteam hat nach drei Partien das Punktemaximum auf dem Konto. Fraglich ist, wie Muri auf die Muotathal-Pleite reagiert.

Ist der TV Muri leistungsgerecht an der Tabellenspitze der Gruppe drei klassiert oder lebt er über den Verhältnissen. Diese Frage stellt man sich nach der Klatsche vor Wochenfrist gegen Muotathal. Der zuvor souverän auftretende Leader hatte in dieser Partie nicht den Hauch einer Chance. Betrachtet man die noch junge Saison und die Begegnungen in dieser Gruppe, ist eine schlüssige Antwort auf diese Frage kaum möglich. Zu schwierig sind die Resultate einzuschätzen. Eine Runde vor dem Muri-Sieg verlor Muotathal in Wohlen. Wohlen hingegen kassierte letzten Samstag im Duell der Kellerkinder eine deutliche Niederlage gegen Dagmersellen. Die Luzerner auf der anderen Seite wurden in der vierten Runde von Muri mit einer Packung nach Hause geschickt. Zuvor verloren sie hauchdünn gegen Altdorf, den morgigen Gegner der Klosterdörfler. „Die Situation muss man relativieren. Die Favoriten Altdorf und Olten sind ungeschlagen. Einzig Emmen hat enttäuscht. Dass die anderen Mannschaften einander Punkte abnehmen, überrascht mich nicht“, sagt Muri-Trainer Claude Bruggmann.

Wegweisende zwei Partien

Wie es um Muris Stärkeverhältnisse wirklich steht, sieht man wohl frühestens in zwei Wochen. Den Klosterdörflern stehen nämlich zwei schwierige Partien bevor. Nach Altdorf morgen Samstag heisst der Gegner eine Woche später Handball Wohlen. Zwei nicht vergleichbare Aufgaben. In Altdorf trifft man auf einen Gegner, der nach dem verpassen der Aufstiegsrunde in der vergangenen Saison unbedingt in der aktuellen Spielzeit dieses Ziel erreichen will. Erst recht jetzt, wo sich der HC Emmen, ein weiterer ambitionierter Verein, im Kampf um die begehrten beiden ersten Plätze mit drei Niederlagen in den ersten vier Spielen fast schon selbst aus dem Rennen genommen hat. Ganz anders die Situation eine Woche später gegen Handball Wohlen. Hier kann Muri aufgrund der Statistik, die mit sieben Siegen in den vergangenen sieben Spielen eine deutliche Sprache zu Gunsten des aktuellen Tabellenführers spricht, nur verlieren. Dementsprechend ist neben Kampfkraft vor allem mentale Stärke gefordert.

Was auch für die Partie morgen in Altdorf gilt. Es stellt sich die Frage, ob Muri nach der Muotathal-Pleite reagieren kann oder ob diese Niederlage Spuren hinterlassen hat. „Ich erwarte, dass wir gegen Altdorf anders ins Spiel gehen. Eine Reaktion habe ich schon teilweise nach der Pause gesehen“, sagt Bruggmann. Erschwerend für Muri gegen die heimstarken Urner ist die Tatsache, dass das Heimteam in Zugzwang ist. Denn zwei der bisher sechs erspielten Punkte hängen noch in der Schwebe. Der Grund dafür ist, dass vom HC Emmen nach der knappen Niederlage gegen die Urner ein Protest hängig ist. Eine falsche Toranzeige soll den Spielverlauf beeinflusst haben. Würde den Luzerner Vorörtlern die beiden Punkte gutgeschrieben, wären sie definitiv wieder im Rennen um die Aufstiegsrunde. Altdorf hingegen könnte sich gegen Muri keinen Ausrutscher erlauben.

„Wir müssen auf uns schauen“

Mit Blick auf die beiden Partien der letzten Saison muss sich Muri nicht versteckten. Die Aargauer boten den Urnern Paroli und holten auswärts gar einen Punkt. In Muri verlor man hauchdünn. „Wir müssen auf uns schauen und eine optimale Leistung bringen. Danach sehen wir, was herausschaut“, so Bruggmann.

Vorschau
 
Sa, 10.10.2020 | 18:00 Uhr
HC KTV Altdorf - TV MURI
Altdorf, Feldli
1. Liga