Der TV Muri hatte in den vergangenen beiden Partien nichts zu lachen. Es stellt sich nun die Frage, wie man die beiden Niederlagen gegen zwei Kampfmannschaften weggesteckt hat.

Zeit zum Wunden lecken bleibt kaum. Mit Kriens wartet eine Mannschaft auf Muri, die ebenfalls kräftig zulangt. Es ist kaum zu glauben. Der TV Muri hat in den vergangenen beiden Spielen zumindest im Angriff schlecht ausgesehen und verloren. Nichtsdestotrotz ist man aber immer noch in Tuchfühlung mit den Aufstiegsrundenplätzen. Günstige Resultate der anderen Partien und haben zu diesem Szenario beigetragen. Auch die nachträglich unentschieden gewertete Partie Emmen gegen Altdorf kommt Muri nicht ungelegen. Zur Erinnerung: Emmen verlor eigentlich mit einem Tor Differenz, legte aber wegen eines Anzeigefehlers in der Schlussphase Protest ein. Dieser wurde gut geheissen. Die Punkte wurden geteilt.

Wie tief sitzt der Stachel

Die Rangliste täuscht aber nicht darüber hinweg, dass Muri nach zwei Pleiten hintereinander auf Formsuche ist. Wie tief sitzt der Stachel. Vor allem nach der Derbypleite? Dazu sagt Sportchef und Assistenztrainer Paul Stöckli: „Dieser sitzt tief. Die Derbyniederlage schmerzt. Enttäuscht bin ich, dass wir in der Offensive gegen einen Gegner, der nicht besser war, nicht ins Spiel fanden.“ Die beiden Niederlagen gegen Muotathal und Wohlen haben einen gemeinsamen Nenner. In diesen Partien Male traf man auf extrem motivierte Gegner. Eine passende Antwort blieb aus. Wie war das möglich: „Wir sind eher eine brave Mannschaft. Wir sind zwar kämpferisch stark aber prügeln und im Angriff einstecken, ist nicht unbedingt unser Ding. Da lassen wir uns schnell einmal einschüchtern“, so Stöckli.

Als sei dem nicht genug, wartet am Sonntag in Kriens ein Gegner, der wohl auf ähnliche Weise wie Muotathal und Wohlen -mit viel Herz und Kampfkraft- den Erfolg anstreben wird. Rückblick. Vor ziemlich genau einem Jahr kam Muri in Kriens unter die Räder. Die Luzerner stiegen an der oberen Grenze des Erlaubten in die Zweikämpfe. Von den Schiedsrichtern wurde dieser Gangart toleriert. Muri kam damit nicht zurecht und liess sich den Schneid abkaufen. Einmal in Rückstand, war man zu keiner Reaktion mehr fähig. Den Kriensern ist dies wohl nicht entgangen. Man kann davon ausgehen, dass der Tabellenvorletzte den Erfolg ebenfalls auf diese Weise suchen wird. Es stellt sich nun die Frage, ob die Freiämter es schaffen, entgegenzuhalten. „Wir dürfen uns nicht einschüchtern lassen und nicht nur einstecken, sondern auch austeilen. Ich bin zuversichtlich, dass es diesmal klappt“, so Stöckli.

Schalter wieder umlegen

Ob Muri die Negativspirale durchbrechen kann, wird sich auch in den Köpfen abspielen. Sprich es ist eine Frage des Selbstvertrauens. Ist dies angekratzt: „Nein, man macht sich dennoch Gedanken. Ich glaube die Mannschaft ist genügend gefestigt, diese Niederlagen wegzustecken. Ich bin überzeugt, dass wir am Sonntag den Schalter wieder umlegen können. Das Wichtigste ist, dass wir unser Potential abrufen und einen starken Auftritt hinlegen. Dann sollte auch das Resultat stimmen“, sagt der Buttwiler. Eine dritte Niederlage in Serie wolle man auf jeden Fall verhindern, ergänzt er.

Vorschau
 
So, 25.10.2020 | 16:00 Uhr
HC Kriens - TV MURI
Kriens, Meiersmatt
1. Liga