, Lucia Schroth

F2: Drei Spiele innerhalb einer Woche

Die Muriannerinnen gewinnen 2 ihrer 3 Spiele innert einer Woche.

Vergangene Woche lösten die Murianer Handballerinnen das Ticket für das Final-4-Wochenende im Regio-Cup. Aus den beiden Liga-Spielen landeten jedoch nur 2 Punkte auf dem Konto des TV Muri. Nach drei Spielen in einer Woche und mit einem eingeschränkten Kader schienen die Ressourcen am Schluss zu fehlen.
 
2 Punkte beim ersten Heimspiel
Nach dem ersten Rückrunden-Sieg gegen Oberwil stand mit der SG Aarburg/Oftringen/Rothrist ein weiterer unbekannter Gegner in der Aufstiegsrunde an. Zwar waren einige bekannte Gesichter von früheren Jahren mit dabei, doch die Damen des TV Muri wussten nicht, welche Aufgabe sie am ersten Heim-Match der Saison erwarteten würde. Auf dem Feld zeigte sich dann schnell, dass beim TV Muri die Einstellung und Tagesform zu stimmen schien. Die Abwehr stand solide und im Angriff spielten die Damen als Team – der Zusammenhalt und die gemeinsame Freude am Handball waren sichtbar. Zur Pause hin konnte ein 10-Punkte Vorsprung erspielt werden. Dieses Polster war dann aber auch nötig, damit es in der zweiten Hälfte nicht nochmals knapp wurde: Ein klarer Leistungseinbruch des TV Muri liess die Gegnerinnen zwischenzeitlich bis an 5 Tore herankommen. Während des gesamten Spiels, aber insbesondere in dieser kritischen Phase,stärkten die Torhüterinnen Jasmin und Claudia der Mannschaft entscheidend den Rücken. Nach einer fehleranfälligen zweiten Halbzeit gewannen die Murianerinnen schliesslich mit 29:21 (18:8).
 
Schwierigkeiten im Cup-Spiel
Weniger gut gelang den Damen der Einstand ins Cup-Spiel, welches am folgenden Donnerstagabend in Klingnau ausgetragen wurde. Zwar reisten die Murianerinnen mit einem stark eingeschränkten Kader an (Job- aber auch Gesundheits-bedingte Ausfälle). Dennoch verspielten es sich die Murianerinnen oft selbst mit voreiligen, ungeduldigen Entscheiden oder technischen Fehlern. Dazu kamen Pfostenschüsse oder Schüsse direkt in die Arme des gut stehenden Klingnauer Goalies. Alleine in der ersten Hälfte konnten insgesamt 13 Schüsse seitens Muri nicht erfolgreich verwertet werden. Mit wenigen Wechselmöglichkeiten versuchte Trainerin Silvia Gsell dennoch, die Mannschaft auf die Gegnerinnen aus der 3. Liga einzustellen. An der Motivation und dem Kampfgeist lag es bei Muri nämlich nicht. Und so fand man in der linken Abwehr der Klingnauerinnen eine Schwachstelle, von der insbesondere Gaby Lauper zu profitieren vermochte. Insgesamt 17 Tore (inkl. Penalty) – 16 davon in der zweiten Halbzeit – schoss sie für das Team. Mit einem schlussendlich doch klaren 23:34 Sieg stehen die Damen des TV Muri nun im Cup-Halbfinale. Das Final-4 Wochenende wird am 26.-27. März in Oensingenausgetragen.
 
Kein Harz und keine Power in Bern
Die Bedingungen am darauffolgenden Samstag in Münsingen waren von Beginn an nicht optimal. Mit dem Cup-Spiel in den Beinen und einem noch immer schmalen Kader kam die frohe Botschaft des Harz-Verbotes in der Münsinger Halle kurz vor dem Match oben drauf. Die Damen des TV Muri spielten wie gehemmt. Und nicht nur physisch, sondern auch mental war die Stimmung gegen den HBC Münsingen nicht gleich lebhaft, wie sonst gewohnt. Wenig schien zu gelingen und neben unpräzisen Schüssen aufs Tor konnten die Murianerinnen (ironischer Weise) nur schwer mit dem Tempo der Bernerinnen mithalten. Die direkt rote Karte kurz vor Halbzeit und eine doppelte Unterzahl im Anschluss trugen zur Challenge bei. In den zweiten 30 Minuten schaffte man immer wieder den Anschluss, doch zu viele Fehler und zu wenig Power verhinderten den Sieg. Mit einem mageren 19:21 mussten sich die Murianerinnen zufrieden geben – und haben somit im Rückspiel gleichzeitig etwas gut zu machen.
 
Heimspiel am 5. März – 14.15 Uhr
Weiter geht es diesen Sonntag mit einer weiten Auswärts-Reise nach Yverdon, bevor am nächsten Samstag die «Nachbarinnen» aus dem Seetal dann in Muri zu Gast sind. Am 5. März findet um 14.15 Uhr das nächste Heimspiel gegen die HR Hochdorf statt.